Der eigentliche Ursprung des Vereines liegt im Jahr 2008, als Markus in einem großen Internet-Auktionshaus die Rennbahn, eine NINCO-Bahn im Maßstab 1:32, ersteigerte. Offiziell gegründet wurde der RCA allerdings erst über ein Jahr später, im Januar 2010.

Eigentlich hatte Markus nur „aus Spaß“ bei der Internet-Auktion der Bahn mitgeboten und überhaupt nicht damit gerechnet, letztlich den endgültigen Zuschlag zu bekommen. Eines Tages erhielt er dann eine e-mail mit dem Inhalt „Sie haben den Artikel mit der Nummer …“ gekauft, was aus heutiger Sicht wohl als die heimliche Geburtsstunde des RCA bezeichnet werden kann.

Ein paar Telefongespräche später war klar: „Wir gründen einen Verein!“. Diese Vereinsgründung jedoch sollte noch auf sich warten lassen, denn einen Raum und noch viel wichtiger – einen Gönner zu finden, der uns sozusagen zu absolut günstigen Konditionen Unterschlupf gewährt, sollte sich als sehr schwierig erweisen. Wir sprachen mit vielen Leuten und besichtigten ebenso viele Räumlichkeiten. Als die den Besichtigungen folgenden Gespräche allerdings beim Thema Finanzen und Miete angelangten, waren sie sehr schnell beendet.

Die sprichwörtlich größte Schwierigkeit bei der Suche nach einer Heimat für unseren Verein stellten die Ausmaße der aufgebauten Bahn dar, die mit 6,50 Metern Länge und knapp 6 Metern Breite eine sehr große Stellfläche braucht.

Immer wieder wurde in Abensberg und der näheren Umgebung nach allen möglichen und teilweise auch unmöglichen Räumlichkeiten gefragt und wir waren fast schon am Verzweifeln, denn geeignete Räume gab es zwar genug, aber alle kosteten sie so viel Miete, wie ein Verein sie niemals bezahlen könnte.

Im Sommer 2009 passierte schließlich das, was wir alle nicht mehr für möglich gehalten haben: Thomas lernte jemanden kennen, der von der Idee genauso begeistert war wie wir selbst und der uns eine Heimat für die Rennbahn und damit auch für den Verein bot und zwar im Freizeitzentrum Aumühle in Abensberg: 70 Quadratmeter für uns und die Rennbahn! Jörg Kopatsch, der Inhaber der im Freizeitzentrum ansässigen TSMK-Tennisschule war von unserer Idee, einen solchen Verein zu gründen so beeindruckt, dass er uns sofort versprach, unseren Verein und die Rennbahn im Abensberger Freizeitzentrum unterzubringen.

Ein paar Tage später war es dann so weit: Der ersehnte Anruf von Jörg, bei dem er uns mitteilte, dass der Unterbringung der Rennbahn und damit der Vereinsgründung nichts mehr im Wege stand, traf ein.

Ein paar klärende Gespräche später ging es auch schon los und der Transport der komplett zerlegten Bahn von Markus’ Keller und Lagerraum in Wildenberg nach Abensberg wurde bewältigt.

Jetzt begann der schwierigste Teil an der ganzen Sache: Der Wiederaufbau der Rennbahn, die Markus vor mehr als einem Jahr in Baden Württemberg allein abgebaut und bei sich zu Hause eingelagert hatte. Zum Glück hatte er beim Abbau einen Plan der Anlage gezeichnet und mit Hilfe eines Computerprogrammes zur Rennbahn-Planung nachgearbeitet und ausgedruckt, sodass wir nicht völlig hilflos dastanden.

Nachdem wir die Tischplatten alle auf dem Fußboden ausgelegt hatten, konnten wir uns einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie groß die komplett aufgebaute Rennbahn tatsächlich sein würde. Klar – wir wussten schon vorher, dass die Maße gut sechs Meter Länge und fünf Meter Breite sein würden, aber wenn man diese Fläche dann wirklich sieht, ist sie doch sehr viel größer, als man sie sich vorgestellt hat.

Nachdem die Grundplatte endlich aufgebaut und im später unsichtbaren unteren Bereich so verstrebt war, dass sie den Zusammenstoß mit einem LKW wohl schadlos überstehen würde, machten wir uns daran, den Rasenteppich wieder aufzubringen. Leider hatte sich dieser Teppich in der Zeit, in der die Rennbahn zerlegt und eingelagert war, um mehrere Zentimeter verzogen, sodass an eine passgenaue Verlegung nicht mehr zu denken war. Ein kompletter Neukauf von Rasenteppich in dieser Größe kam aus finanziellen Gründen allerdings nicht in Frage, sodass guter Rat gefragt war.

Schließlich überzogen wir die gesamte Deckplatte und die Seiten-Verblendungen in mühevoller Kleinarbeit mit mattschwarzem Kunstleder, das Martin als Ausschussware von seinem Arbeitgeber mitgebracht hatte. Der Vorteil: Optisch ist das Ganze absolut unschlagbar. Der Nachteil: Durch die schwarzen Straßen der Rennbahn und den schwarzen Kunstleder-Belag war die Rennbahn doch sehr dunkel. Wir entschlossen uns, die sichtbaren Teile mit Hilfe von Klebstoff, Deko-Sand, Streurasen aus dem Modellbau-Handel zu verschönern.

Ein paar Fundstücke im Internet, wo man die Gestaltung anderer Rennbahnen anschaulich beschrieben nachlesen kann, taten ein Übriges, sodass der Entschluss, die Rennbahn optisch ansprechend zu gestalten, immer mehr Form annahm. Dieser Punkt ist sozusagen das Zuhause von Mike, der sozusagen unser Landschafts- und Gebäudearchitekt ist. In mühevoller Kleinarbeit entstanden unter seinen Händen begrünte Hänge, felsige Abhänge, gemauerte Brücken-Durchfahrten, Zuschauertribünen und noch viel mehr. Ein Ende ist noch nicht in Sicht, aber letztlich darf man davon ausgehen, dass es mit einer Autorennbahn ähnlich ist, wie mit einer Modelleisenbahn: Fertig wird sie niemals!

Inzwischen wurde bereits das eine oder andere heiße Rennen gefahren, wenn all die Dinge es zuließen, die noch zu tun sind bzw. die noch zu tun waren.

Erklärtes Ziel unseres Vereins ist es, Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls dieses Hobby haben oder damit beginnen wollen. Allerdings soll der gesellschaftliche Aspekt und der Spaß im Vordergrund stehen und nicht vornehmlich der Wettkampf, der aber selbstverständlich auch nicht zu kurz kommt.